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Waffenbesitz bei den Jungschützen

Ein tragisches Ereignis sorgt dieser Tage für intensiven Gesprächsstoff unter Waffengegnern und Waffenbefürwortern. Hinter all den Anschuldigungen, unzulänglichen Erklärungsversuchen und halbseidenen Stammtischargumenten, beiderseits der verbalen Demarkationslinie, bleiben Schießleiter von Schützenvereinen ebenso zurück wie Eltern die nicht wissen, ob Sie ihren Sprößlingen weiter das Schießen im Verein erlauben sollen oder nicht.

Fest steht: Alle Amokläufer der letzten Jahre hatten in ihrem Leben mehr oder weniger Berührung mit Waffen. Entweder weil Sie selbst Mitglied diverser Schützenvereine waren, oder weil nahe Verwandte passionierte Jäger oder Sportschützen waren, die teilweise die Waffen im eigenen Haus aufbewahrten. Ob in dafür vorgesehenen Schränken oder nicht sei dahin gestellt.

Die Frage die sich viele Eltern stellen mag wohl sein: Wieso ist mein Kind sicher, wenn es bei den Walbecker Jungschützen auf den Schießstand geht?

Die Frage ist berechtigt! Sie ist notwendig! Und wir wollen hier versuchen diese zu beantworten:

Der Schießsport übt eine gewisse Faszination auf Jugendliche aus. Es kommt ganz allein auf ihre Fähigkeit an. Sie sind nicht auf andere angewiesen. Bringen Sie gute Leistungen, können sie sich selbst auf die Schultern klopfen. Sind ihre Leistungen schlecht, können Sie es nicht auf andere schieben, werden aber oft dazu angespornt sich zu verbessern. Die Leistungen die sie bringen sind sofort einsehbar. Sie sehen ihre Treffer und können die Punkte zusammenzählen. So weit so gut.

Was aber ist mit dem verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Sportgerät? Kinder lernen nicht mit Messer und Gabel umzugehen, indem man ihnen diese alltäglichen Werkteuge vorenthält. Man zeigt ihnen wie man „richtig“ damit umgeht.

Wir wissen, dass ein Gewehr kein alltägliches Gerät ist, aber auch wir zeigen den Jugendlichen wie sie „richtig“ mit der Waffen umgehen. Dazu gehört auch die Verantwortung für sich, seine Mitmenschen und die Umgebung.

Gewehre sind gefährlich. Auch unsere Gewehr können schlimme Verletzungen hervorrufen, wenn Sie in die Hände falscher Menschen geraten. Daher gilt auf unserem Schießstand, wie auf vielen anderen auch, folgendes:

-          Keine Waffe verläßt den Schießstand: Sie werden im Waffentresor direkt am Schießstand aufbewahrt und nur hervorgeholt, wenn sie benötigt werden. Sie verbleiben immer am Schießstand. Einzige Ausnahme: Zu Turnieren führt der Schießmeister die benötigte Waffe persönlich in einem eigenen Koffer dafür mit

-          Schießen nur unter Aufsicht: Es ist immer eine volljährige Person direkt am Schießstand. Dieser beaufsichtigt den richtigen Umgang mit der Waffe und hilft bei Problemen. Diese Schießleiter sind speziell ausgebildet vom Bund der historischen deutschen Schützenvereine

-          Schießstanddisziplin: Es befinden sich maximal nur so viele Schützen auf dem Stand wie Schießplätze da sind! Den Stand darf nur betreten, wer zuvor die Erlaubnis des Aufsichtführenden eingeholt hat. Auch Vorstandmitglieder haben nichts auf dem Schießstand verloren, wenn Sie nicht selbst schießen oder Aufsicht führen

Der Lauf der Waffe zeigt immer nach vorn. Sollte sich jemand mit der Waffe umdrehen, wird im diese sofort abgenommen. Um die Waffe auf andere richten zu können, müßte der Schütze umständlich mit der Waffe hantieren. Bauliche Begebenheiten sorgen dafür. Das kann nicht geschehen, ohne die Aufmerksamkeit der Aufsicht zu erregen

 

Darüber hinaus gibt es viele Verhaltensregeln auf und um den Schießstand. Bei Zuwiderhandlung werden die entsprechenden Personen verwarnt, bei wiederholter Zuwiderhandlung vom Schießbetrieb ausgeschloßen.

Wir schauen uns die Schützen an, die bei uns auf dem Schießstand trainieren. Halten wir jemanden nicht für geeignet, schießt derjenige auch nicht.

Wir hoffen ihnen damit ein wenig die Sorgen genommen zu haben.

Sollten Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, würden wir uns freuen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen würden.

 

 
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